Vor Wahl

Top-Model wirft Trump Vergewaltigung vor

Ein Mann im schwarzen Mantel steigt nachts eine Flugzeugtreppe hinunter.
© APA/AFP/KENT NISHIMURA
Ein neuer Bericht der Demokraten belastet Donald Trump schwer. Das frühere Schweizer Model Beatrice Keul erhebt erstmals öffentlich den Vorwurf der Vergewaltigung.
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Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen sorgt ein neues Dokument des Justizausschusses im Repräsentantenhaus für Wirbel. Darin halten die Demokraten Aussagen von elf Frauen fest. Fünf von ihnen werfen US-Präsident Donald Trump Vergewaltigung oder sexuelle Übergriffe im Umfeld von Jeffrey Epstein (1953–2019) vor. Das ehemalige Schweizer Model Beatrice Keul (56) schildert ein Ereignis aus dem November 1993. Während des Schönheitswettbewerbs "The American Dream Pageant" im New Yorker Plaza Hotel soll es zu dem Übergriff gekommen sein, nachdem ihr zuvor ein USA-Visum sowie ein Studienplatz in Aussicht gestellt wurden. Zudem soll sich Epstein damals als "Dons bester Freund" vorgestellt haben.

Ein Mann im Anzug und eine Frau mit Perlenkette lächeln gemeinsam in die Kamera.
Donald und Trump und Beatrice Keul. © BeatriceKeulOfficial

Spätes Geständnis nach jahrelangem Schweigen

Laut Keul drängte der Politiker sie nach dem Vorfall zum Schweigen und kontaktierte sie später erneut in der Schweiz. Bereits im Dezember 2025 hatte sie gegenüber der Schweizer Tageszeitung "Blick" erklärt, geküsst und begrapscht worden zu sein, deutete eine versuchte Tat jedoch nur an. Wegen anonymer Drohungen hielt sie gegenüber der "New York Times" zunächst Details zurück. Auf die direkte Frage von "Blick", ob sie nun erstmals öffentlich eine vollzogene Vergewaltigung vorwerfe, antwortete die 56-Jährige mit: "Öffentlich, ja." Als Grund für die späte Deutlichkeit nannte sie Angst der Medien vor Klagen sowie Zensur "wegen Trumps Macht und Diktatur". Der Ausschuss sei nun bereit, "ein für alle Mal Transparenz zu schaffen".

Schwere Vorwürfe gegen Donald Trump

Die Aussagen weiterer Anwesender des Wettbewerbs sollen Teile ihrer Schilderungen stützen. Keul betonte, es gehe ihr um "all die anderen Opfer, Überlebenden und Zeugen". Neben dem Präsidenten bringen die Demokraten auch den früheren Modelagenten Paolo Zampolli (56) als möglichen Mitverschwörer ins Spiel. Der Abgeordnete Jamie Raskin (63) meinte dazu: "Trumps Justizministerium scheint diese Verbrechen zu vertuschen, um den Präsidenten zu schützen."

Rechtliche Lage und fehlende Belege

Die Anschuldigungen gegen den 80-Jährigen sind bislang nicht bewiesen. Er bestreitet sämtliche Vorwürfe und wurde im Zusammenhang mit Epstein nie angeklagt. Eine Stellungnahme des Weißen Hauses lag nach Angaben von "Blick" vorerst nicht vor.

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