Für ihre Untersuchung beobachteten Forschende Stammzellen in der Haut lebender Mäuse über fünf Monate. Dabei zeigte sich: Bei weiblichen Tieren arbeiten bestimmte Hautzellen stärker im Gleichschritt. Bei männlichen Mäusen agieren sie dagegen unabhängiger voneinander.
Die Unterschiede hängen mit Sexualhormonen zusammen. Testosteron beschleunigt die Reifung von Hautzellen, während Östrogen die Vermehrung der Stammzellen fördert und ihre Zusammenarbeit koordiniert.
Wunden schließen sich schneller
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Besonders deutlich wurde der Unterschied bei der Wundheilung: Wunden auf der Rückenhaut weiblicher Mäuse schlossen sich schneller, vor allem in den ersten Tagen. Die koordinierte Aktivierung der Stammzellen könnte dabei eine wichtige Rolle spielen.
Auch bei rekonstruierter menschlicher Haut beobachteten die Forschenden, dass Testosteron die Reifung von Stammzellen beschleunigt. Ob und wie stark sich die Ergebnisse auf die Wundheilung bei Menschen übertragen lassen, muss jedoch weiter untersucht werden.
Neue Ansätze für die Medizin
Die Ergebnisse könnten langfristig helfen, Behandlungen etwa bei Verbrennungen, chronischen Wunden oder nach Operationen gezielter zu entwickeln. Auch bei der Erforschung von Hautkrebs könnten die Erkenntnisse eine Rolle spielen.
Die Studie wurde im Fachjournal Nature veröffentlicht. Als Nächstes wollen die Forschenden genauer untersuchen, welche molekularen Mechanismen hinter möglichen Unterschieden bei Hautkrebs stecken.
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