Schulversuch

Mehr als 40 Schulen wollen sechsjährige Volksschule erproben

Blick in ein bunt dekoriertes Klassenzimmer einer Volksschule mit Schultaschen und Trinkflaschen.
© APA/GEORG HOCHMUTH
Mehr als 40 Schulen wollen ab 2027/28 bzw. 2028/29 einen Schulversuch zur sechsjährigen Volksschule durchführen.
OE24 auf Google bevorzugen

Das teilte das Bildungsministerium in einer Aussendung mit. Sowohl Volksschulen als auch AHS-Unterstufen und Mittelschulen als Partnerschulen hätten Interesse bekundet. Nun müssen allerdings noch die dortigen Schulpartnerschaftsgremien zustimmen. Dafür braucht es eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte.

Derzeit dauert die Volksschule in Österreich vier Jahre. Mit zehn Jahren müssen sich die Kinder zwischen Mittelschule und - ausreichend gute Noten vorausgesetzt - AHS-Unterstufe entscheiden. Das ist im internationalen Vergleich relativ früh. Eine Aufteilung erst mit zwölf soll den Schülerinnen und Schülern zwei zusätzliche Jahre bringen, um in vertrauter Lernumgebung ihre Stärken zu entwickeln. Ein späterer Wechsel und sanfterer Übergang soll außerdem Druck herausnehmen und eine "informiertere" Entscheidung über den weiteren Schulweg ermöglichen, so Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) bei der Präsentation der Pläne für den Schulversuch.

Fünf Volksschulen sollen ausgewählt werden

Bis zum 16. Oktober hatten Schulen die Möglichkeit, ihr Interesse an dem Schulversuch kundzutun. Nun sollen die Schulen im Rahmen von Informationsabenden vor Ort über das Projekt informieren und offene Fragen klären. Das Ministerium will dann zunächst fünf Volksschulen mit passenden Kooperationsschulen in drei Bundesländern für einen Start des Schulversuchs 2027/28 gewinnen.

MEHR STORIES IM OE24 E-PAPER LESEN

Für die eingebettete Ausgabe ist Ihre Cookie-Zustimmung für APA und Chartbeat erforderlich. Alternativ können Sie die Ausgabe direkt öffnen.

Wiederkehr zeigte sich erfreut über die Resonanz: "Dass sich mehr als 40 Schulen aus ganz Österreich für den Schulversuch interessieren, ist ein starkes Signal. Es zeigt, dass viele Pädagoginnen und Pädagogen bereit sind, neue Wege zu gehen und die Bildung für unsere Kinder weiterzuentwickeln."

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden