Teures Nachspiel

Urlauber toben über 3.000-Euro-Rechnung in Kroatien

Luftaufnahme der Altstadt von Dubrovnik mit Hafen und vielen kleinen Booten.
© Getty Images/iStockphoto
Ein Urlaub in Dubrovnik könnte für manche Autofahrer ein teures Nachspiel haben.
OE24 auf Google bevorzugen

Mehrere polnische Touristen berichten von hohen Zahlungsforderungen wegen unerlaubter Einfahrten in die Sonderverkehrszone rund um die historische Altstadt. Ein Urlauber soll sogar zwei Forderungen über jeweils 1.500 Euro erhalten haben. Die Schreiben seien nach seinen Angaben erst mehr als ein Jahr nach der Reise eingetroffen.

Wie das kroatische Nachrichtenportal Index berichtet, kritisieren Betroffene vor allem die Höhe der Forderungen und die ihrer Ansicht nach unzureichende Verständlichkeit der Zufahrtsregeln. Auch polnische Medien greifen die Beschwerden auf.

Kameras kontrollieren die Zufahrten

Dubrovnik führte im Juni 2025 eine Sonderverkehrszone ein, um den Verkehr rund um die stark besuchte Altstadt zu reduzieren. Die Zufahrt ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Kameras erfassen die Kennzeichen, unerlaubte Einfahrten können automatisch registriert werden.

Für private Autofahrer beträgt die reguläre Strafe laut den veröffentlichten Angaben 260 Euro. Bei Unternehmen können deutlich höhere Beträge anfallen. Jede unerlaubte Einfahrt kann als eigener Verstoß gewertet werden.

Luftaufnahme der Altstadt von Dubrovnik mit roten Dächern und Steinmauern am Adriatischen Meer.
© Getty Images

Besonders teuer kann es für Urlauber mit Mietwagen werden: Da zunächst das Vermietungsunternehmen als Fahrzeughalter kontaktiert werden kann, drohen je nach Umständen zusätzliche Kosten oder höhere Forderungen. Welche Summe tatsächlich fällig wird, hängt vom Einzelfall ab.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden