Marchfeld

Ardo-Aus: Sozialplan-Einigung in Sicht?

Ardo-Werk: Die Gemüseproduktion wird bereits Ende Dezember eingestellt.
© APA/Harald Schneider
Heute geht der Sozialplan-Poker weiter. Die Gewerkschaft will mehr als das erste Angebot, mehrere Interessenten stehen bereit.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Verhandlungen über den Sozialplan gehen heute, Mittwoch, in die nächste Runde, zwei Tage früher als geplant. Die Gewerkschaft fordert nach dem ersten Angebot Nachbesserungen. Betroffen sind 190 Beschäftigte und 50 Leiharbeitskräfte.

Die heurige Ernte wird noch vollständig verarbeitet und teils, so möglich, bis in den Herbst nächsten Jahres eingelagert. Die Tiefkühlgemüse-Produktion endet im Dezember 2026, die Nudel-Linie im Frühling, im August 2027 sperrt das Werk endgültig zu.

Ernsthafte Interessenten

Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ) bestätigt: Es gibt mehrere ernsthafte Interessenten für das Geschäftsfeld. Namen nennt niemand, es gelten Verschwiegenheitsklauseln. Rosenkranz: "Wie sich die Situation tatsächlich entwickeln wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. Wir stehen deshalb in engem Austausch mit dem AMS, um auf mögliche Entwicklungen frühzeitig vorbereitet zu sein und die betroffenen Arbeitnehmer bestmöglich unterstützen zu können."

Spinat wird knapp

Die Schließung wirkt schon auf den Feldern: Im Marchfeld wurde kein Winterspinat mehr angebaut, die Landwirtschaftskammer bestätigt das. Ardo betreibt die einzige Tiefkühl-Spinatlinie Österreichs. Heimischer Tiefkühlspinat liegt voraussichtlich nur noch bis Oktober 2027 im Regal.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden