Horros-Crash

Vier Tote und 88 Verletzte bei Zug-Karambolage

TF
Entgleister Zug mit beschädigten Waggons, Polizist und Rettungskräfte an der Unfallstelle in Ägypten.
© IMAGO/Anadolu Agency
Schreckliche Szenen auf einer der wichtigsten Bahnstrecken Ägyptens: Bei einem heftigen Zugunglück in Giseh sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, 88 weitere wurden teils schwer verletzt.
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Ein vollbesetzter Passagierzug krachte mit voller Wucht in das Heck eines anderen Zuges. Durch den Stoß sprangen mehrere Waggons aus den Schienen, kippten um und landeten auf einer angrenzenden Wiese.

Großalarm für die Retter

Bei einem Zugsunglück in Ägypten sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet und 88 weitere verletzt worden. Bei dem Unfall in Giseh seien mehrere Waggons eines Passagierzugs entgleist, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Unfall ereignete sich auf der Strecke zwischen Kairo und Assuan, die als wichtigste Verbindung zwischen der Hauptstadt und der Nil-Stadt weit im Süden gilt.

Menschen stehen um entgleiste und umgestürzte Waggons eines Zugunglücks in Ägypten.
Vier Tote und 88 Verletzte bei schwerem Zugsunglück in Ägypten © IMAGO/Anadolu Agency

Die staatliche Eisenbahnbehörde teilte mit, dass ein Zug in das hintere Ende eines weiteren Zugs gefahren sei. Mehr als 70 Krankenwagen waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen. Zudem wurden Kräne zur Unfallstelle gebracht, um Wrackteile zu beseitigen und die Strecke schnell wieder für den Zugverkehr freizugeben. Örtliche Medien verbreiteten Fotos von der Unfallstelle, an der mehrere Waggons seitlich auf der Strecke lagen oder von der Bahntrasse auf Ackerland kippten.

Viele Menschen stehen vor entgleisten und zerstörten Waggons nach einem schweren Zugunglück.
Vier Tote und 88 Verletzte bei schwerem Zugsunglück in Ägypten © IMAGO/Anadolu Agency

Regierung arbeitet seit Jahren an Modernisierung

IIn Ägypten kommt es wegen maroder Signalanlagen und menschlichen Versagens immer wieder zu Katastrophen mit Zügen. Das Schlimmste: Genau in Giseh starben 2002 bei einem Flammen-Inferno in einem Zug mehr als 360 Menschen.

Als Ursachen dieser Unglücke werden häufig menschliches Versagen und Fehler der Signalanlagen genannt. Die Regierung arbeitet seit Jahren daran, Züge und Schienen zu modernisieren.

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