Bitterer Kampf

Trotz Klags-Aus: Gmünd kämpft um Spital

Das Landesklinikum Gmünd.
© Landesklinikum Gmünd
Nach der Zurückweisung der Klage der Stadtgemeinde Gmünd gegen das Land Niederösterreich in Verbindung mit der geplanten Schließung des Spitals in der Waldviertler Bezirksstadt wird ein Rekurs vorbereitet.
OE24 auf Google bevorzugen

"In der kommenden Gemeinderatssitzung wird ein von allen Parteien mitgetragener Antrag eingebracht", wurde auf der Gemeinde-Homepage zur Vorgangsweise nach der Entscheidung des Landesgerichts Krems mitgeteilt.

Die Klage war am 4. September eingebracht worden. Zuvor hatten bei einer Volksbefragung am 28. Juni in der Waldviertler Bezirksstadt rund 92 Prozent für rechtliche Schritte votiert. Daraufhin hatte der Gemeinderat einstimmig beschlossen, rechtliche Schritte auf den Weg zu bringen. Zurückgewiesen wurde die Klage wegen "Unzulässigkeit des Rechtsweges", wie es in der Vorwoche seitens des Gerichts hieß. Ebenfalls zurückgewiesen wurde ein Antrag auf einstweilige Verfügung.

Aus für stationäre Betten

Der "Gesundheitsplan 2040+" sieht vor, dass das bestehende Landesklinikum in Gmünd durch eine Gesundheitsklinik ersetzt wird. Das Krankenhaus soll am derzeitigen Standort so lange erhalten bleiben, bis die neue Einrichtung in Betrieb gegangen ist. Die Fertigstellung der Gesundheitsklinik ist für 2028 geplant. Geboten werden soll eine durchgehende Notfall- und Erstversorgung sowie ein ambulantes OP-Zentrum, vorgesehen sind auch ein Notarztstützpunkt und ein Hubschrauberlandeplatz. Weiters soll es ein auf chronisch kranke Menschen spezialisiertes Versorgungszentrum, Facharztordinationen sowie ein Primärversorgungs- und ein Radiologiezentrum geben. Die Pläne und das Aus für stationäre Betten haben in den vergangenen Monaten für Kritik gesorgt.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden