Affäre

Skandal-Buch: Lewinsky packt über Clinton aus!

Frau in glitzerndem, schulterfreiem Kleid vor lila Wand mit „Gracies“- und „AWM“-Logo.
© FilmMagic
Mehr als 28 Jahre nach der Affäre im Weißen Haus sorgt ein vertrauliches Buchprojekt von Monica Lewinsky in der US-Verlagswelt für enormes Aufsehen.
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In den Chefetagen renommierter US-Verlage herrscht derzeit helle Aufregung. Nach übereinstimmenden Berichten wird hinter verschlossenen Türen ein neues Werk gehandelt, das das Potenzial zu einem weltweiten Bestseller besitzt. Die Fäden laufen dabei bei einer der mächtigsten Adressen Hollywoods zusammen, denn mit der professionellen Vermarktung des Vorhabens ist die renommierte Künstleragentur William Morris Endeavor betraut.

Eine Person aus Monica Lewinskys engem Umfeld bestätigte gegenüber dem US-Branchenportal "Page Six", dass die Pläne für das Buchprojekt tatsächlich existieren. Weitere Details oder inhaltliche Schwerpunkte wurden von der Quelle vorerst nicht genannt. Das offizielle Sprecherteam von Lewinsky lehnte eine Stellungnahme auf Journalistenanfragen bislang ab und hüllt sich in Schweigen. Trotz dieser Zurückhaltung werten Branchenkenner die Schritte als klares Signal dafür, dass die Verhandlungen hinter den Kulissen bereits weit fortgeschritten sind.

Was steht im Manuskript über Bill Clinton?

Verlags-Insider gehen fest davon aus, dass Lewinsky in dem Werk kein Blatt vor den Mund nehmen wird. Im Zentrum des Interesses steht unverändert das Verhältnis zum damaligen US-Präsidenten Bill Clinton in den 1990er-Jahren. Lewinsky war damals als junge Praktikantin im Weißen Haus tätig, als sich die folgenschwere Beziehung entwickelte.

Hillary Bill Clinton
Hillary und Bill Clinton © APA/AFP/POOL/SAUL LOEB

Das Buch soll jedoch weit über die Affäre hinausgehen und Lewinskys gesamten Lebensweg beleuchten. Neben den Anfängen in Washington steht vor allem das Jahr 1998 im Fokus, als der Sexskandal weltweit publik wurde und eine schwere politische Krise samt Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton auslöste. Ebenso sollen die darauffolgenden Jahre der weltweiten Ächtung, des Rückzugs und der mühsame Weg zurück in das öffentliche Leben eine tragende Rolle spielen.

Erstmals komplett selbst verfasste Memoiren

Sollte das Projekt tatsächlich veröffentlicht werden, wäre es das erste Mal, dass Lewinsky ihre Memoiren gänzlich in eigener Regie verfasst. Zwar erschien bereits im Jahr 1999 das Buch "Monica’s Story", dieses wurde damals jedoch vom britischen Bestsellerautor Andrew Morton niedergeschrieben. Morton war zuvor durch seine weltberühmte Biografie über Prinzessin Diana bekannt geworden.

Lewinsky arbeitete damals zwar ausführlich mit Morton zusammen und gab ihm Einblicke in ihr Erleben, doch nun will sie offenbar ihre ureigene Stimme unfiltriert zu Wort kommen lassen. Für die Literaturbranche gilt dies als entscheidender Unterschied, da die persönliche Tonalität und die ungeschminkte Selbstreflexion nach fast drei Jahrzehnten eine völlig neue Dimension eröffnen.

Vom Skandalopfer zur Anti-Mobbing-Aktivistin

In den vergangenen Jahren hat sich Monica Lewinsky ein gänzlich neues Ansehen erarbeitet. Sie tritt heute als couragierte Aktivistin gegen Mobbing und öffentliche Bloßstellung auf und nutzt ihre Plattform, um Betroffenen von Hetzkampagnen zur Seite zu stehen. Zudem hat sie sich als erfolgreiche Podcasterin etabliert.

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In ihrem Format "Reclaiming with Monica Lewinsky" spricht sie regelmäßig mit prominenten Gästen über persönliche Krisen und den mühsamen Prozess, die Deutungshoheit über die eigene Lebensgeschichte zurückzugewinnen. Erst Anfang Oktober verriet sie im TED-Podcast "How to Be a Better Human", dass das Konzept hinter "Reclaiming" ursprünglich als Idee für ein Buch gedacht war. Sie habe damals bereits Notizen dazu gesammelt, sich später aber entschieden, mit anderen Menschen über deren Schicksale zu sprechen. Ob diese früheren Aufzeichnungen nun direkt in das aktuelle Buchprojekt einfließen, bleibt vorerst offen.

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