Über den "Bayern-Bonus" wird seit Jahrzehnten heftig diskutiert. Dabei soll der FC Bayern München bei jeder knappen Entscheidung, strittigen Elfmeter oder Nachspielzeit einen Vorteil erhalten. Doch nun sprach Ex-Schiedsrichter Deniz Aytekin offen darüber und hat eine klare Meinung zu der Theorie.
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Im "TOMorrow Business Podcast" redete Aytekin über die Bewertung von Topklubs bei den Schiedsrichtern. Der Unparteiische betonte: "Das ist eher im Land der Märchen." Weder Bayern noch Leverkusen oder ein anderer Klub würden von den Referees bevorzugt werden. Er stellte klar: "Es ist ein Mythos."
"Das macht es auch irgendwie witzig"
Für Diskussionen im Spitzenfußball sorgen viele Szenen für heftige Diskussionen, da sie Auslegungssache sind. Jedoch zeigt Aytekin Verständnis für die Fans, bei denen solche Szenen für Aufregung sorgen. Der Ex-Schiedsrichter betonte: "Das macht es auch irgendwie witzig." Über den Bayern-Bonus hat er eine klare Meinung: "Es ist ein Mythos. Es gibt keinen Bonus. Wir Schiedsrichter sind Leute, die versuchen, mit bestem Wissen und Gewissen die Regeln so umzusetzen, dass man am Ende rausgeht und jeder sagt: Der war heute gar nicht auffällig, er hat seine Sache gut gemacht und das war’s."
Das "Problem" liegt laut ihm beim Sport selbst: "Leider ist der Fußball eine Sportart, die Situationen kreiert, die interpretationsbedürftig sind, und deswegen gibt es zum Beispiel auch Stammtische am Sonntag im Fernsehen."
Sein letztes Spiel in der Bundesliga pfiff Aytekin am 16. Mai 2026. Damals feierte der FC Bayern einen 5:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln. Aytekin gehört mit insgesamt 254 Einsätzen zu den zehn Schiedsrichtern mit den meisten Spielleitungen in der Bundesliga-Geschichte.
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