Weltnudeltag

Nicht aus Italien! Die Nudel kommt eigentlich aus ...

Teller Spaghetti mit Tomatensauce und Basilikum, daneben frischer Basilikum auf einem Holzbrett.
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Spaghetti, Penne und Co. gelten als typisch italienisch, doch die Geschichte der Nudel beginnt ganz woanders. Wo die älteste Nudel der Welt gefunden wurde, wie alt sie wirklich ist und seit wann wir Pasta so essen, wie wir sie heute kennen.
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Am 25. Oktober feiern wir den Welt-Nudel-Tag – und damit eines der beliebtesten Lebensmittel der Welt. Doch bevor Spaghetti, Penne und Tagliatelle zu den Stars der italienischen Küche wurden, gab es Nudeln bereits vor Tausenden Jahren in Asien. Tatsächlich wurde die bislang berühmteste uralte Nudelspeise in China entdeckt. Aber wie wurde aus den frühen Nudeln eigentlich die Pasta, die wir heute so gerne essen?

Die älteste Nudel der Welt wurde in China gefunden

Verschiedene ungekochte Nudelsorten in unterschiedlichen Formen und Größen auf engem Raum.
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Der Fund klingt fast unglaublich: 2005 entdeckten Forschende in Lajia im Nordwesten Chinas eine Schale mit rund 4.000 Jahre alten Nudeln. Sie waren unter einer umgedrehten Schale begraben und erstaunlich gut erhalten. Die Untersuchung deutete darauf hin, dass sie aus Hirse hergestellt worden waren. Damit galten sie als ältester archäologischer Nudelfund dieser Art.

Aber Achtung: Diese Ur-Nudeln waren nicht mit unseren heutigen Spaghetti vergleichbar. Sie bestanden nicht aus Hartweizengrieß wie viele italienische Nudelsorten, sondern vermutlich aus Hirse. Auch die Zubereitung und die kulinarische Tradition dahinter unterschieden sich von dem, was wir heute unter Pasta verstehen.

Eine wissenschaftliche Einschränkung gibt es allerdings: Eine spätere Studie stellte infrage, ob die analysierten Pflanzenreste tatsächlich von den Nudeln selbst stammten. Der Fund bleibt berühmt, die genaue Interpretation ist aber nicht völlig unumstritten.

Seit wann gibt es Pasta, wie wir sie heute kennen?

Hände halten frische Tagliatelle, die mit einer Nudelmaschine gemacht wurden.
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Wer jetzt glaubt, Marco Polo habe die Nudeln aus China nach Italien gebracht, liegt einem hartnäckigen Mythos auf. Pastaähnliche Speisen waren in Italien schon vor seiner Rückkehr im Jahr 1295 bekannt. Ein wichtiger Meilenstein war das Mittelalter: Im Jahr 1154 beschrieb der Geograf al-Idrisi bei Palermo auf Sizilien die Herstellung dünner, getrockneter Nudeln, die sogar in andere Regionen exportiert wurden. Getrocknete Pasta war besonders praktisch, weil sie länger haltbar und leichter zu transportieren war.

Im 13. und 14. Jahrhundert tauchten immer mehr Hinweise auf unterschiedliche Nudelsorten auf. Trotzdem war Pasta noch lange kein alltägliches Essen für alle Bevölkerungsschichten. Erst ab dem 17. Jahrhundert wurde sie in Teilen Italiens zunehmend populär. Im 19. Jahrhundert machten mechanische Produktionsverfahren die Herstellung schließlich effizienter und ermöglichten die industrielle Produktion.

Und wann kam die Tomatensauce dazu?

Heute sind Spaghetti mit Tomatensauce für viele der Inbegriff italienischer Küche. Doch Tomaten stammen ursprünglich aus Amerika und kamen erst nach der europäischen Entdeckung des Kontinents nach Italien. Die Kombination aus Pasta und Tomate verbreitete sich in Neapel allmählich ab dem 17. Jahrhundert. Bis daraus der weltweite Klassiker wurde, dauerte es nochmal einige Zeit.

Die Geschichte der Nudel ist viel älter und internationaler, als es ihr italienisches Image vermuten lässt. Während in China schon vor rund 4.000 Jahren nudelartige Speisen zubereitet wurden, entwickelte sich die italienische Pasta über Jahrhunderte zu dem Gericht, das wir heute kennen und lieben.

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