Die ersten Schneeflocken sind gefallen, auf der Schwaig in Mönichkirchen zeigt sich bereits eine dünne weiße Schneedecke. Rund drei bis fünf Zentimeter Neuschnee haben die Landschaft angezuckert und machen Lust auf die kommende Wintersaison. Bis die ersten Skifahrer ihre Schwünge ziehen können, dauert es allerdings noch ein wenig. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren.
"Wir sind eigentlich startklar", erklärt Ralf Eisenhut, Geschäftsführer der Erlebnisalm Mönichkirchen, im Gespräch mit oe24. Schon während des Sommers wurden die Schneekanonen gewartet, Leitungen überprüft und Pumpanlagen kontrolliert. Auch die Speicherteiche sind gefüllt, obwohl der trockene Sommer die Verantwortlichen vor Herausforderungen gestellt hat.
Beschneiung könnte Mitte November starten
Der erste Naturschnee sorgt zwar für winterliche Stimmung, spielt für die technische Beschneiung derzeit aber noch keine wesentliche Rolle. "Wenn wir Glück haben, bleibt es liegen", sagt Eisenhut. Wahrscheinlicher sei allerdings, dass die weiße Pracht bei steigenden Temperaturen wieder verschwindet.
Entscheidend ist deshalb eine längere Kälteperiode. Erfahrungsgemäß können die Temperaturen bis Mitte November noch einmal deutlich steigen. In den vergangenen Jahren bot sich häufig zwischen dem 17. und 20. November die erste Gelegenheit, mit der Grundbeschneiung zu beginnen.
"Entscheidend ist, dass einmal drei, vier Tage wirklich trockene Kälte angesagt ist", erklärt Eisenhut. Dann müssen sämtliche Schneekanonen möglichst gleichzeitig laufen. Um die vorhandenen Kältefenster noch besser nutzen zu können, arbeitet der Betreiber derzeit mit dem Energieversorger EVN an einer Erweiterung der Stromkapazität. Denn wenn sämtliche Schneekanonen und Pumpanlagen gleichzeitig in Betrieb sind, steigt der Strombedarf erheblich.
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Schneehaufen müssen erst "rasten"
Eine Besonderheit zeigt sich bei der Vorbereitung der Pisten. Der frisch produzierte Schnee wird zunächst nicht gleichmäßig verteilt, sondern in großen Haufen gesammelt. Dort bleibt er mehrere Tage liegen, damit er sich setzen und überschüssige Feuchtigkeit abgeben kann. "Das ist so wie ein Germteig", vergleicht Eisenhut den Vorgang. Erst wenn der Schnee ausreichend "gerastet" hat, lässt er sich besser auf den Pisten verteilen.
Dahinter steckt auch eine Strategie gegen mögliche Wärmeeinbrüche. Während eine dünne Schneeschicht bei höheren Temperaturen rasch schmilzt, sind große Schneehaufen widerstandsfähiger. Deshalb soll der produzierte Schnee erst knapp eine Woche vor dem geplanten Saisonstart am 5. Dezember auf den Pisten verteilt werden.
Neue Rodelstrecke für Familien
Zur kommenden Wintersaison gibt es auf der Erlebnisalm auch eine Neuerung. Das Kinderland bei der Talstation wurde vergrößert. Dadurch entsteht erstmals eine eigene, abgesperrte Rodel- und Bobstrecke unmittelbar neben dem bestehenden Skilernbereich. "Wir haben immer gemerkt, dass Familien mit Kindern auf die beschneiten Flächen angewiesen sind, wenn rundherum überhaupt kein Naturschnee liegt", erklärt Eisenhut gegenüber oe24. Besonders profitieren sollen Familien, bei denen ein Kind bereits einen Skikurs besucht, während jüngere Geschwister noch nicht auf Skiern stehen.
Für die neue Strecke wird es eigene Rodel- und Bobkarten geben, die deutlich günstiger als reguläre Skikarten sein sollen. Die entsprechende Ausrüstung kann direkt beim Skiverleih ausgeborgt werden. Eine längere Rodelstrecke entlang der bestehenden Skipisten ist dagegen vorerst nicht vorgesehen. Dafür fehlt laut Eisenhut der notwendige Platz. Zudem wäre eine gemeinsame Nutzung durch Skifahrer und Rodler aus Sicherheitsgründen problematisch.
Am 5. Dezember startet die Wintersaison auf der Erlebnisalm Mönichkirchen. Bis dahin sollen die Pisten bestens präpariert sein. Die technischen Vorbereitungen sind bereits weitgehend abgeschlossen, nun fehlt nur noch die passende Kälte für die Beschneiung.
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