Für JD Vance (42) läuft es derzeit alles andere als nach Plan. Der US-Vizepräsident gilt als möglicher Nachfolger von Donald Trump (80) und will sich für die Präsidentschaftswahl 2028 in Stellung bringen. Doch ein heftiger Wahlkampfskandal in seinem Heimatstaat Ohio und wachsende Kritik aus den eigenen Reihen setzen ihn unter Druck.
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Skandal-Werbung gegen demokratische Kandidatin
Im Zentrum der Aufregung steht eine TV-Werbung gegen die demokratische Gouverneurskandidatin Amy Acton (60). Darin bezeichnet ihre eigene Mutter Donna Arthur sie als "lebenslange Lügnerin". Acton soll ihre Mutter allerdings seit fast 50 Jahren nicht mehr gesehen haben. Hintergrund ist der Vorwurf, dass sie als Kind von ihrem damaligen Stiefvater sexuell missbraucht worden sei und ihre Mutter dennoch zu ihm gehalten habe.
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Ausgestrahlt wird die umstrittene Werbung von Actons republikanischem Konkurrenten Vivek Ramaswamy (41), einem Vertrauten Trumps. Dafür soll ein Budget von vier Millionen Dollar vorgesehen sein.
Die Aktion sorgt selbst innerhalb der Republikanischen Partei für Empörung. Die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley (54), bezeichnete Ramaswamy als "üblen Typen".
Vance attackiert Kritiker aus den eigenen Reihen
Vance stellte sich hingegen hinter seinen Parteifreund. Stattdessen zeigte er sich "angewidert" von jenen Republikanern, die sich über die Werbung beschwerten. Er kritisierte Parteikollegen, die "mehr über diese Werbung jammern".
Der Auftritt könnte für Vance zum Problem werden: Gerade jetzt, wo er seine Chancen auf eine Präsidentschaftskandidatur verbessern möchte, sorgt seine Haltung für zusätzlichen Gegenwind.
Auch eine Szene mit den Cincinnati Bengals sorgte für Aufsehen. Als Vance die Football-Stars auf dem Weg in die Kabine begrüßen wollte, soll ihm lediglich ein Spieler die Hand geschüttelt haben. Die übrigen gingen offenbar an ihm vorbei.
Kritik an Trump-Politik holt Vance ein
Immer wieder wird der Vizepräsident mit der Unzufriedenheit über die Trump-Regierung konfrontiert. So sprach ihn der Witwer einer im Iran-Krieg gefallenen US-Soldatin auf mögliche Sicherheitsversäumnisse an. Eine Nonne kritisierte die harten Methoden der US-Abschiebebehörde ICE. Auch zu Korruptionsvorwürfen gegen Trump und dessen Familie musste Vance Stellung beziehen.
Machtkampf um 2028
Trotz der Schwierigkeiten liegt Vance laut einer im Bericht genannten Umfrage im parteiinternen Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur mit 38 Prozent vorne. Außenminister Marco Rubio kommt demnach auf 20 Prozent.
Offiziell hat Vance seine Kandidatur für 2028 noch nicht erklärt. Ob er mit Trumps Unterstützung rechnen könne, wurde er gefragt. Seine Antwort fiel auffallend zurückhaltend aus: "Ich würde es annehmen." Zugleich räumte er ein: "Ich weiß nicht, Mann. Ich habe noch nicht mit ihm darüber gesprochen."
Für den möglichen MAGA-Erben bleibt damit eine entscheidende Frage offen: Kann er sich als Trumps Nachfolger etablieren – oder werden die Konflikte im eigenen Lager zum Stolperstein?
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