Stärke 5,0

Nach Erdbebenserie: Tsunami-Warnung an Italiens Küste

Erdbeben
© Getty
Eine Serie von zwölf Erdbeben vor der italienischen Küste hat die Region Sizilien in Alarmbereitschaft versetzt. Nach dem stärksten Beben der Stärke 5,0 verhängten die Behörden eine Tsunami-Warnung der Stufe Orange, woraufhin Schulen und öffentliche Gebäude geräumt wurden.
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Der Süden Italiens kommt nicht zur Ruhe: Eine Serie von zwölf aufeinanderfolgenden Erdbeben hat sich am Freitag vor der Küste des Landes ereignet und weite Teile Siziliens erschüttert. Das stärkste Einzelbeben erreichte nach offiziellen Messungen eine Magnitude von 5,0 und ereignete sich gegen 12.20 Uhr. Besonders die sizilianischen Provinzen Messina und Palermo bekamen die Auswirkungen der Erschütterungen deutlich zu spüren.

Nach Angaben des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) lag das Epizentrum des Hauptbebens im südlichen Tyrrhenischen Meer, nordwestlich der Äolischen Inseln. Die Serie hatte bereits am Vormittag begonnen: Das allererste Beben wurde um 11.04 Uhr im äolischen Archipel mit einer Stärke von 3,3 registriert. Sämtliche weiteren elf Erdstöße wiesen nach Behördenangaben Werte über der Stärke 3,0 auf.

Behörden lösen Tsunami-Warnung aus und evakuieren Einrichtungen

Die Erdstöße veranlassten die zuständigen Notfallbehörden zu sofortigen Sicherheitsmaßnahmen. Wegen der Lage des Epizentrums unter dem Meeresboden wurde für die Küstengebiete eine offizielle Tsunami-Warnung der Stufe Orange ausgegeben. Die wichtigsten behördlichen Maßnahmen und Einsatzpunkte im Überblick:

  • Ausgabe einer Tsunami-Warnung der Alarmstufe Orange für gefährdete Küstenbereiche
  • Vorsorgliche Räumung zahlreicher Schulen in der Inselhauptstadt Palermo sowie in Messina
  • Schließung und vollständige Evakuierung des Gerichtsgebäudes in Trapani
  • Ausrufung einer sofortigen Alarmbereitschaft durch den sizilianischen Zivilschutz
  • Dutzende besorgte Bürger verließen vorsorglich ihre Wohnungen und flohen ins Freie

Der Leiter des sizilianischen Zivilschutzes, Salvo Cocina, ordnete unmittelbar nach den stärksten Erschütterungen die höchste Bereitschaftsstufe sowie vorbereitende Notfalleinsätze für alle betroffenen Gemeinden an. Berichte über schwerwiegende Gebäudeschäden oder Verletzte lagen unmittelbar nach den Erdstößen glücklicherweise nicht vor.

Erinnerungen an die Zerstörungen von Neapel werden wach

Die Serie weckt bei der italienischen Bevölkerung schmerzhafte Erinnerungen an vergangene Naturkatastrophen. Vor rund einem Jahr war die Region rund um Neapel vom schwersten Erdbeben seit vier Jahrzehnten heimgesucht worden. Im März 2025 hatte ein Beben der Stärke 4,4 dort massive Verwüstungen angerichtet, historische Wohnhäuser in Trümmer gelegt und die Stromversorgung in weiten Teilen der Millionenstadt mitten in der Nacht lahmgelegt.

Damals war zudem in der Nachbarstadt Pozzuoli, die in unmittelbarer Nähe des damaligen Epizentrums lag, eine Person verletzt worden. Angesichts dieser noch frischen Erfahrungen reagieren die Einsatzkräfte auf Sizilien mit äußerster Vorsicht. Die Experten des geophysikalischen Instituts überwachen die Lage im Meeresgebiet nordwestlich der Äolischen Inseln nun rund um die Uhr, um auf etwaige Nachbeben sofort reagieren zu können.

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