Herbst-Check
Laub entfernen wie ein Profi: Laubbläser und Häcksler im Vergleich
Alle Produkte werden von der Redaktion unabhängig ausgewählt. Im Falle eines Kaufs des Produkts nach Klick auf den Link erhalten wir ggf. eine Provision.
Laub unter Kontrolle
Ein paar Blätter auf dem Rasen lassen sich noch mit der Harke bewältigen. Bei größeren Grundstücken, langen Wegen oder dichtem Baumbestand spart ein Laubbläser dagegen viel Zeit.
Weit verbreitet sind inzwischen Akku-Geräte. Sie kommen ohne Kabel aus und lassen sich flexibel einsetzen. Modelle mit Netzanschluss eignen sich dagegen besonders gut für Arbeiten rund ums Haus, wenn eine Steckdose in Reichweite ist. Hendrik Schultz, den die Begeisterung für Heimwerken und Werkzeuge bereits seit seiner Kindheit begleitet, beschäftigt sich seit rund 40 Jahren mit dem Schrauben. In seinen Beiträgen verbindet er seine langjährige praktische Erfahrung mit seinem journalistischen Fachwissen und gibt hilfreiche Tipps für die Wahl des passenden Werkzeugs.
Laubsauger treiben die Blätter nicht nur zusammen, sondern nehmen sie direkt auf. Viele Geräte zerkleinern sie zusätzlich. So passt mehr Material in den Fangsack und die Entsorgung wird einfacher.
Auf die Ausstattung kommt es an
Die reine Wattzahl sagt bei einem Laubbläser nur wenig über den praktischen Nutzen aus. Wichtig sind mehrere Eigenschaften im Zusammenspiel:
· Luftgeschwindigkeit
· Luftvolumen
· Gewicht
· Größe des Fangsacks
· Saug- und Häckselfunktion
· Akku-Laufzeit
Bei nassem oder festgetretenem Laub ist ein starker Luftstrom nötig. Für trockene Blätter auf Terrasse und Gehweg reicht oft ein leichteres Modell.
Auch das Gewicht spielt eine Rolle. Mit einem Schultergurt, Rollen oder ergonomische Griffen wird die Bedienung deutlich angenehmer.
Drei Modelle für unterschiedliche Ansprüche
Der Makita DUB187 gehört zu den kompakten Akku-Laubbläsern. Mit rund 3,7 Kilogramm eignet er sich vor allem für kleinere Arbeiten auf Wegen, Terrassen und Einfahrten.
Seine Stärke liegt in der einfachen Handhabung. Prüfen sie, ob Akku und Ladegerät im jeweiligen Angebot enthalten sind.
Preisgünstiger ist der Einhell VENTURRO 18/210. Er kann blasen, saugen und häckseln. Die Blasgeschwindigkeit beträgt bis zu 210 km/h, der Fangsack fasst 45 Liter.
Mit Kabel arbeitet der Bosch UniversalGardenTidy 3000. Der Elektro-Laubsauger verfügt über eine hohe Leistung von 3000 Watt sowie einen 50-Liter-Fangsack. Auch er kann blasen, saugen und häckseln.
Akku mit System
Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf bereits vorhandene Akkugeräte. Die meisten Hersteller verwenden Akkus, die mit mehreren Werkzeugen einer Produktfamilie kompatibel sind. Wer Akku und Ladegerät schon besitzt, kann deshalb mit einem Solo-Gerät sparen. Bei einem Neueinstieg bedeuten Akkus und ein Ladegerät zusätzliche Kosten.
Äste klein bekommen
Ist das Laub gefallen, folgt häufig der Rückschnitt. Zweige und Äste nehmen viel Platz ein und lassen sich nur mühsam entsorgen. Ein Gartenhäcksler zerkleinert das Material auf ein handlicheres Maß.
Für private Gärten sind Elektrohäcksler besonders verbreitet. Entscheidend ist vor allem die maximale Aststärke. Kräftige Modelle schaffen Äste bis 4,5 Zentimetern Durchmesser.
Messer gegen Walze
Messerhäcksler zerschneiden das Material mit schnell rotierenden Klingen. Sie eignen sich besonders für dünneres und frisches Schnittgut. Allerdings nerven sie mit hohem Lärmpegel.
Walzenhäcksler ziehen Äste selbstständig ein und zerquetschen sie. Sie arbeiten meist mit niedrigerer Drehzahl und werden deshalb häufig als Leisehäcksler angeboten.
Welche Technik besser passt, hängt vom Garten ab. Bei viel weichem Strauchschnitt kann ein Messerhäcksler genügen. Fallen regelmäßig stärkere Äste an, bietet ein Walzenhäcksler mehr Komfort.
Vom Einstieg bis zum großen Fangbehälter
Der Einhell GC-KS 2540 CB ist ein typischer Vertreter der günstigeren Messer-Klasse. Er arbeitet mit 2500 Watt und zerkleinert Äste bis rund 4 cm Durchmesser. Für gelegentliche Rückschnittarbeiten reicht das in vielen Gärten aus.
Mehr Komfort bietet der Einhell GC-RS 60 CB. Der Walzenhäcksler bringt es auf 2300 Watt, nimmt Äste bis rund 4,5 Zentimeter auf und verfügt über einen 60-Liter-Behälter.
Der Bosch AXT 25 TC gehört zur oberen Preisklasse. Er nutzt kein Messerwerk oder eine Walze, sondern eine Turbine. Damit liefert der 2500-Watt-Häcksler gute Ergebnisse ab. Dies bescheinigte ihm auch die Stiftung Warentest und kürte ihn zum Testsieger (08/2024).
Nicht nur auf Watt schauen
Beim Häcksler entscheidet nicht allein die Motorleistung. Wichtig ist, dass das Gerät zur Art des Schnittguts passt. Wer meist dünne Zweige verarbeitet, stellt andere Anforderungen als jemand, der regelmäßig stärkere Äste zerkleinert.
Auch Größe, Gewicht und Lautstärke sollten berücksichtigt werden. Walzenhäcksler benötigen etwas mehr Platz. Sie bleiben im Vergleich zu schnell drehenden Messergeräten aber eher leise.
Zwei Helfer, zwei Aufgaben
Laubsauger und Gartenhäcksler ergänzen sich, sie ersetzen einander aber nicht. Der Laubbläser räumt Flächen frei, der Häcksler schreddert sperriges Schnittgut.
Für kleine Grundstücke reicht häufig ein leichter Akku-Laubbläser zusammen mit einem einfachen Elektrohäcksler. Wer viele Bäume oder größere Hecken hat, profitiert eher von einem Laubsauger mit Fangsack und einem Walzenhäcksler. Vor dem Kauf lohnt daher der Blick auf den tatsächlichen Einsatz. Wer Gewicht, Aststärke, Schneidtechnik und vorhandene Akku-Systeme berücksichtigt, findet schnell das passende Gerät zu einem angemessenen Preis.
*Preise können Schwankungen unterliegen. Sollten die hier angegebenen Preise oder die unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) nicht mehr aktuell sein, wurden diese seit der Veröffentlichung des Artikels vom Händler angepasst. Ebenso kann sich die Verfügbarkeit der Produkte ändern. In dem Beitrag sind Affiliate-Links gesetzt. Beim Kauf eines Produktes über diese Links erhalten wir vom Händler eine Provision. Zusätzlichen Mehrkosten für die Käufer entstehen dabei keine.
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden