Zukunft ist da

Hervis setzt auf KI-Sporttrainer

Ein Mann mit Brille und dunkler Kleidung steht lächelnd vor Regalen mit Sportschuhen.
© APA/GEORG HOCHMUTH
BIO-HACKING, eine wirklich smarte App und Verkäufer, 
die von KI unterstützt werden: Der Hervis der Zukunft ist da
OE24 auf Google bevorzugen

Es ist kein leichter Auftrag den Sport-Profi Markus Hupach übernommen hat: Hervis auf Vordermann bringen, nachdem das defizitäre Geschäft von Spar übernommen wurde. Bis Ende 2027 will der Firmenchef die Zahl der Filialen auf 55 senken. Gewinne will er mit einer völlig neuen Strategie machen, die – man muss es so sagen – der Hammer ist.

Bio-Hacking: Knochen-Dichte, Muskulatur

Ansage. "Wir gehen völlig neue Wege und bringen den Sporthandel der Zukunft", sagt Hupach oe24. So wird es im Hervis-Flagship-Store in Salzburg eine Biohacking-Kabine (Foto oben) geben, die den Körper analysiert und Vorschläge zu Training und Ernährung macht. Dahinter steckt KI.

Ein Mann sitzt lächelnd in einer futuristischen Kapsel im Inneren eines modernen Gebäudes.
Bio-Hacking-Kabine, Firmenchef Markus Hupach. © Hervis

Laufschuhe. Auch wer Laufschuhe kaufen will, sollte auf KI setzen, denn diese hilft einem, die richtigen Modelle zu finden. Das beginnt beim Foto des Fußes auf einem Din-A4-Blatt. "Unsere App weiß sofort, welche Schuhgröße einem passt", sagt Hupach.

Joggerin läuft im herbstlichen Park bei Sonnenuntergang entlang eines mit Laub bedeckten Weges.
Joggerin wird von KI-Trainer unterstützt © Getty Images

"Man kann sich beim Laufen einige Sekunden lang filmen – Handy auf Boden stellen – oder in Filiale filmen lassen", erzählt 
Hupach. Die KI findet dann heraus, ob es eine Pronation der Füße gibt (Nach-Innen-Kippen) oder Supination (Auswärtsdrehung). Das ist alles in der neuen Hervis-App, in die sich alle Sportdaten einbinden lassen.

Ein Mann steht neben zwei Skimodellen in Skianzügen mit Helmen und Skibrillen in einer Halle.
Hervis-CEO Markus Hupach zeigt oe24 neue Geräte. © APA/GEORG HOCHMUTH

Neue App setzt genial auf Community

"Viele nutzen bereits die Sport-App Strava in Österreich, oder haben eine Smartwatch oder eine Fitness-Armband", sagt Hupach oe24. All diese Daten können in die Hervis-App geladen werden. Mit welchem Nutzen? Man erhält bestens auf einen abgestimmte Vorschläge, sagt der Sport-Profi. Und wenn man die Daten für Hervis-Mitarbeiter freischaltet, wissen die schon beim Betreten des Geschäfts, was den jeweiligen Kunden interessiert. Der in dem Feld bestqualifizierte Verkäufer geht dann auf einen zu. Die Bildschirme im Geschäft erkennen, wer mit welcher Größe an ihnen vorbeigeht und passen die gezeigt Werbung auf den jeweiligen Kunden an.

KI-Trainer motiviert

"Viele junge Menschen setzen nur noch selten einen Fuß in physische Stores", erklärt Hupach. Das könne Hervis ändern durch die Verschmelzung von digitaler mit physischer Welt.“ Der Einkauf beginnt am Abend mit dem Smartphone auf der Couch, bestenfalls erhält man im Store vor Ort dann die perfekte Beratung zum eigenen Interesse.

Ein KI-Trainer in der Hervis-App hilft dabei, andere Menschen zu finden, die zur gleichen Zeit, etwa dreimal die Woche morgens, joggen wollen, in ähnlichem Tempo und Distanz. "Das motiviert", sagt Hupach. Auch Treue-Punkte soll es geben für fleißigen Sporteinsatz: Dann winken Treffen mit Sportstars oder VIP-Tickets für Events. In vielen Filialen entstehen auch Protein-Bars, wo es Shakes gibt, Vitamine, "wo man sich einfach gerne aufhält", so Hupach. Und in der App hilft der KI-Trainer bei der Ernährung. Die Zukunft ist da.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden