Herbstlohnrunde

Handel und IT vor KV-Hammer um Gehaltsplus

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In Österreich beginnt eine wichtige Herbstlohnrunde im Handel mit mehr als 400.000 Angestellten. Auch die ITler wollen ein Gehalts-Plus.
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Am Montag startet die erste Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die IT-Branche.

Am Donnerstag folgt der Handel. Dort geht es um die Einkommen von rund 420.000 Beschäftigten.

Neue Chef-Verhandlerin für die Handels-Angestellten

Für die GPA tritt erstmals Linda Keizer als Chefverhandlerin im Handel auf. Sie ist seit Jahresbeginn als Wirtschaftsbereichssekretärin für die zuständige Gewerkschaft tätig. Die Branche ist durch einen hohen Frauen- und Teilzeitanteil geprägt. Viele Beschäftigte spüren die gestiegenen Lebenshaltungskosten daher besonders stark.

Ziel für Arbeitnehmerseite: Mehr als 3 Prozent

Linda Keizer tritt für die GPA als Chefverhandlerin im Handel auf. © AK NÖ

Die rollierende Jahresinflation liegt bei rund drei Prozent. In dieser Größenordnung dürften auch die gewerkschaftlichen Forderungen liegen, selbst wenn konkrete Zahlen zum Auftakt noch nicht genannt werden.

Die Arbeitgeber verweisen hingegen auf hohe Energie-, Personal- und Finanzierungskosten. Damit droht ein harter Verhandlungsherbst.

Sonntagsöffnung und Co

Es geht auch um längere Öffnungszeiten am Samstagabend sowie bis zu zehn offenen Sonntagen im Jahr – das wünscht sich etwa WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik.

Rufe nach verkaufsoffenen Sonntagen haben sich jüngst wieder vermehrt. Die Gewerkschaft ist dagegen.

Die Gewerkschaft zeigte auch bereits, dass sie im KV-Feilschen zu Betriebsversammlungen und Streiks bereit ist. Auch diesmal dürfte dieses letzte Mittel bei Verhandlungen kommen, wenn keine Einigung gelingt.

Durch das Mini-Wachstum in Österreich und die unsichere 
geopolitische Situation werden die Verhandlungen um ein Gehaltsplus heuer nicht leicht.

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