23 Tests in OÖ
Gefährliche Halloween-Kostüme: Brandgefahr und Gifte
Zum bevorstehenden Halloween warnt Konsumentschutz-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) vor Risiken durch Billig-Kostüme und Schminkartikel. Schwerpunktkontrollen der AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit und der Lebensmittelaufsicht zeigen: Immer wieder werden bei Verkleidungen Sicherheitsmängel festgestellt – von zu hoher Entflammbarkeit über Erstickungs- und Strangulationsgefahr bis hin zu Schadstoffen wie Weichmachern. Bei dekorativer Kosmetik fallen zudem häufig Produkte durch verbotene Duftstoffe, Schwermetalle und mangelhafte Kennzeichnung auf.
In der Schwerpunktaktion 2026 wurden österreichweit 61 Faschingskostüme überprüft, davon wurden 24,6 % teils mehrfach beanstandet. Bei sechs Produkten wurden Sicherheitsmängel festgestellt: Eine Perücke in einem Kostümset wies ein auffälliges Brennverhalten auf und wurde aufgrund des hohen Risikos beanstandet.
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Kleinteile lösen sich ab
Weitere Mängel betrafen zu lange Kordeln, die ein Hängenbleiben und damit Verletzungen verursachen können, sowie ablösbare Kleinteile bei Kostümen für Kinder unter drei Jahren. Auch eine zu dünne Verpackungsfolie, die eine Erstickungsgefahr birgt, wurde festgestellt. Bei fünf der untersuchten Produkte gab es Mängel bei den Warnhinweisen.
Von den 61 Proben stammten 23 aus Oberösterreich, davon wurden fünf beanstandet.
Händler sollen Kostüme entfernen
"Wer billig kauft, riskiert Chemie auf der Haut und Feuer am Kostüm. Mein Appell: Bei Kostümen auf Qualität achten, CE-Zeichen prüfen und Kinder immer weit weg von offener Flamme halten. Händler:innen sind gefordert, unsichere Angebote konsequent zu entfernen und nur rechtskonforme Produkte zuzulassen", so Kaineder.
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