Mesut Özil sorgt mit einer politischen Forderung für Aufsehen. Der 38-Jährige kritisiert den Weltfußballverband FIFA und wirft ihm vor, bei Sanktionen gegen Russland und Israel mit zweierlei Maß zu messen. Seine Botschaft: Fußball müsse Menschen verbinden – unabhängig von Herkunft und Religion.
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Özil appelliert an die FIFA
Özil äußerte sich nach einem Veteranenspiel zwischen Istanbul Başakşehir und Zenit St. Petersburg, das die türkische Mannschaft mit 3:2 gewann. Dabei forderte er ein Ende der sportlichen Sanktionen gegen russische Teams.
"Ich möchte an der Stelle an die FIFA appellieren: Ich hoffe, dass sie Doppelmoral beiseiteschieben und alle gleich behandeln", sagte Özil. Als Begründung verwies er darauf, dass israelische Mannschaften nicht mit vergleichbaren Ausschlüssen belegt worden seien.
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 hatten FIFA und UEFA russische Nationalmannschaften und Klubs von ihren Wettbewerben ausgeschlossen. Özil stellt diese unterschiedliche Behandlung nun infrage.
Politisch prominente Verbindungen
Auch die beiden Klubs, bei deren Veteranenspiel Özil zu Gast war, haben Verbindungen zu prominenten Politikern: Der russische Präsident Wladimir Putin gilt als Fan von Zenit St. Petersburg, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan als Anhänger von Başakşehir.
Özil sorgt auch abseits des Platzes für Debatten
Der Weltmeister von 2014 hat sich in den vergangenen Jahren wiederholt politisch positioniert. 2024 teilte er auf Instagram unter anderem eine Karte, auf der Israel durchgestrichen war und darunter "Palestine" stand.
Im vergangenen Jahr wurde Özil zudem in den Vorstand der türkischen Regierungspartei AKP gewählt, die von Erdoğan geführt wird. Seine enge Verbindung zum türkischen Präsidenten sorgt immer wieder für Aufmerksamkeit. Welche weiteren politischen Ambitionen Özil verfolgt, ist öffentlich nicht geklärt.
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