Dazu sind sie da

Die Wahrheit über Kamelhöcker

Ein Kamel in der Wüste.
© Getty Images
Spoiler: Kamele speichern in ihren Höckern KEIN Wasser. Sie haben einen ganz anderen Zweck.
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Kamele können sehr lange ohne Wasser auskommen: Im heißen Sommer bei Temperaturen von über 40 Grad Celsius können sie bis zu zwei Wochen überleben, ohne zu trinken. Auch bei sehr großer Hitze schaffen sie es, ohne Wasser eine Woche lang schwere Lasten zu tragen. In den kühleren Wintermonaten können sie sogar bis zu drei Monate durchhalten.

Wasserspeicher am Rücken?

Warum das möglich ist? Die Vermutung, dass sie in ihren Höckern Wasser speichern, ist naheliegend. Doch die Sache mit dem riesigen Wassertank am Rücken ist ein Mythos. Die Wahrheit ist: Sie kommen mit Wasserverlust extrem gut klar. Während Menschen schon bei einem Verlust von zehn bis zwölf Prozent in Lebensgefahr schweben, können Kamele bis zu 30 Prozent ihres Körpergewichts an Wasser verlieren. Ihre Körper sind extrem gut an Hitze angepasst.

Das ist im Höcker

Wenn also kein Wasser in den Höckern gespeichert wird, was dann? Kamelhöcker bestehen aus Fettgewebe, das von bindegewebartigen Strukturen zusammengehalten wird. Ein Höcker kann 35 bis 40 Kilogramm Fett speichern.

Das ist in den kargen Wüstenregionen, in denen die Tiere zu Hause sind, ebenso wichtig wie ihre Fähigkeit, mit Wasserverlust klarzukommen: Das Fett in den Höckern ist eine lebenswichtige Kalorienreserve, die sie brauchen, weil nicht nur Wasser, sondern auch Nahrung oft rar ist. Wenn sie mehrere Tage keine Nahrung finden, greifen sie auf diese Reserven zurück. Das kann man daran erkennen, dass der Höcker schrumpft und sich zur Seite neigt, wenn der Fettspeicher leer ist.

Außerdem hilft der Fettspeicher am Rücken ihnen bei der Thermoregulation und wirkt wie ein Hitzeschild gegen die Sonneneinstrahlung von oben.

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