Ab 2027

Angst vor Lärm in der Nacht: Neue Flugrouten für Wien-Schwechat

Flugzeug in der Nacht
© Getty Images
Was vor allem Bewohnern der Bundeshauptstadt eine Lärmentlastung bringen soll, lässt Tausende Niederösterreicher um ihre Nachtruhe bangen.
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Ab 2027 soll eine neue Flugroute auf der Landebahn 16 am Flughafen Wien-Schwechat zum Einsatz kommen. Die Idee dahinter ist es, dicht besiedelte Gebiete möglichst zu umfliegen. Denn mithilfe moderner Satellitennavigation können Maschinen künftig in Kurven statt auf direktem Weg landen. Geflogen werden soll zwischen 23:30 und 5:30 Uhr - mit zwölf bis 15 Landungen pro Nacht. Wichtig zu wissen: Seit zwei Jahren schon werden auf Piste 29 solche gekurvten Flüge bei Dunkelheit eingesetzt.

Wortwörtlich für Unruhe sorgt die angekündigte Verlagerung im Bezirk Gänserndorf. Die Bürgerinitiative Lärmschutz Großgemeinde Groß-Enzersdorf befürchtet nämlich, dass vor allem Oberhausen, Mühlleiten, Franzensdorf und Rutzendorf deutlich stärker von Fluglärm betroffen sein könnten. "Was stört oder belastet und was den Schlaf unterbricht, sind die Stärke, Dauer und Häufigkeit der Einzelereignisse", erklärt Adolf Obrist von der Bürgerinitiative gegenüber dem ORF.

Satellitenansicht mit eingezeichneter Flugroute PBN-to-ILS und markierten Wegpunkten bei Wien.
Grafik der Flugroute PBN-to-ILS. © Austro Control

Die Stadtgemeinde in Person von Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec (SPÖ) stellt sich hinter die Bürgerinitiative und fordert eine genaue Prüfung der Folgen durch die neuen Flugrouten. Brisant: Während Niederösterreich rund um die Uhr überflogen werden darf, herrscht in Wien von 21 bis 7 Uhr ein Nachtflugverbot.

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