Ein pakistanischer Politiker zahlt 200.000 Dollar für die Ermordung.
Ein pakistanischer Oppositionspolitiker hat ein Kopfgeld auf den Besitzer des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" ausgesetzt. In einer Parlamentssitzung am Montag in Islamabad bot der ehemalige Eisenbahnminister Ghulam Ahmed Bilour 200.000 Dollar (rund 176.000 Euro) für dessen Ermordung, berichtete die pakistanische Zeitung "Dawn" (Montag).
Den Erben der drei Attentäter von Paris versprach er demnach Unterstützung in Höhe von 100.000 Dollar. Vor drei Jahren hatte er bereits ein Kopfgeld in dieser Höhe auf den Autoren eines anti-islamischen Videos im Internet angeboten. Dieser tauchte jedoch unter.
Die Zeitung spekulierte, der Ex-Minister von der säkulären Awami National Party (ANP) habe damit Medienaufmerksamkeit erhaschen wollen. Wenn er die Gelder tatsächlich aus seinem eigenen Vermögen zahlen sollte, blieben ihm noch ganze 87.000 Dollar, berichtete das Blatt unter Berufung auf Angaben des Politikers aus dem letzten Wahlkampf. Bei dem Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" in Paris starben Anfang Jänner 12 Mitarbeiter des Blatts.
Die neue Charlie Hebdo-Ausgabe
Die neue Charlie Hebdo-AusgabeDie rechten Frankreichs spielen sich als neue Freunde von "Charlie Hebdo" auf. Deswegen haben auch Marine Le Pen von der rechten Partei Front National und ihren rechtsextremen Vater Jean-Marie Le Pen ihren Platz im Heft. Statt "Ich bin Charlie" trägt Marine Le Pen "Ich bin begeistert", ihr Vater hält hoch: "Ich bin Charlie Martel". (Anmerkung: Karl Martell, wie er auf Deutsch genannt wird, hatte 732 in der Schlacht von Tours und Poitiers die einfallenden Araber abgewehrt.)
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Die neue Charlie Hebdo-AusgabeEin Comic zeigt einen der beiden Attentäter, auf dem Sofa der Psychiaterin und Charlie-Redakteurin Elsa Cayat, die bei bei dem Anschlag ums Leben kam. "Ich habe geträumt, ich hätte 'Charlie Hebdo' umgebracht", sagt ihr vermummter Patient. Er beschreibt die Tat, doch die Psychiaterin hinterfragt ständig, was der Traum anderes bedeuten könnte. Sie fordert ihn auf, seine Alpträume zu Papier zu bringen. Er gibt ihr eine blutrünstige Zeitung. Sie konstatiert: "Ah ok. Sie zeichnen wirklich beschissen. So werden Sie es nicht morgen zu 'Charlie Hebdo' schaffen, das kann ich Ihnen versichern."
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Die neue Charlie Hebdo-AusgabeDrei Islamisten sitzen schlecht gelaunt beieinander. "Die Leute von 'Charlie Hebdo' dürfen wir nicht anrühren", sagt einer. "Sonst werden sie den Leuten als Märtyrer erscheinen und uns im Paradies die Jungfrauen wegschnappen."
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Neustart von „Charlie Hebdo“
Terror von ParisIn der neuen Ausgabe von „Charlie Hebdo“ hält der Prophet Mohammed ein Schild mit „Je suis Charlie“ in den Händen.
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Terror von ParisPräsentation der neuen Ausgabe von „Charlie Hebdo“.
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Terror von ParisZeichner Luz bricht in Tränen aus, Chefredakteure Gérard Briard und Patrick Pelloux trösten.
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