Aufregung um Forstinger-Verkauf
Hintergrund dafür seien nicht nur kartellrechtliche Bedenken, die derzeit vom Gericht geprüft werden. Für Aufruhr sorgt vor allem die Ablehnung des zweiten Kaufinteressenten, der Better Place Beteiligungen GmbH & Co KG. Diese hatte Alcar angeblich beim Kaufpreis um zwei Millionen Euro überboten. Dahinter steht eine österreichische Investorengruppe, die dem Gläubigerausschuss laut Beteiligten in letzter Sekunde ein Konzept vorgelegt hatte. Es enthielt Pläne, Filialen und Werkstätten der Handelskette Forstinger flächendeckend in Österreich mit Elektrotankstellen auszustatten.
Zudem seien bereits Kooperationsgespräche mit Better Place, einem israelischen Anbieter von Infrastruktur für Elektroautos, angelaufen. Im Zuge des Konkursverfahrens, bei dem es in erster Linie darum gehen sollte, für die Gläubiger am meisten herauszuholen, fiel die Wahl dennoch nicht auf den Höchstbieter.
"Der Gläubigerausschuss hat mehrheitlich für die Übernahme durch Alcar gestimmt. Es war die sinnvollste wirtschaftliche Lösung", sagte ein Sprecher des Masseverwalters zur "Wiener Zeitung". Unkommentiert bleibt indes, dass der Hauptgläubiger, die Hypo Kärnten, überraschend ein Veto im Gläubigerausschuss eingelegt hat. Auf APA-Anfrage verwies die Bank auf das Bankgeheimnis.
Insider vermuten laut Zeitung, dass die Bank einen Regress gegen die richterliche Entscheidung im Verkaufsprozess einlegen werde. Dies würde vor allem aus einem Hauptinteresse heraus erfolgen: Hinter dem Angebot der zurückgewiesenen Investorengruppe steckt die Hypo Alpe Adria selbst - und zwar als Kreditgeber.
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