Bis Mitternacht

Wr. Neustadt: ÖBB-Bahn-Chaos geht weiter

Ohne Fremdeinwirkungen lösten sich zwei Güterwaggons.
© DOKU NÖ
Der Albtraum in Wiener Neustadt zieht sich: Nach der Waggon-Entgleisung müssen Pendler noch länger mit dem Bus fahren.
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Zwei Güterwaggons rollten in der Nacht auf Montag von selbst los und sprangen am Bahnhof Wiener Neustadt aus den Gleisen. Die Anlagen wurden schwer beschädigt, hunderte Reisende strandeten, der Ärger war groß.

Fern- und Güterzüge auf der Südstrecke fahren seit Montag Früh wieder. Zwischen Wiener Neustadt und Lanzenkirchen geht aber noch nichts auf Schiene.

Aufforderung, alternative Reisemöglichkeiten zu benutzen.
Aufforderung, alternative Reisemöglichkeiten zu benutzen. © OEBB / Screenshot

Neue Prognose

Am Montag peilten die ÖBB das Ende der Busse für Mittwoch, 12 Uhr an. Kurz vor 1 Uhr früh folgte dann die Kehrtwende: Der Ersatzverkehr läuft bis Mittag Mitternacht, weil die Reparaturen mühsamer sind als gedacht.

Wer hier unterwegs ist, braucht Geduld. Die Bahn rät, bis zu eine halbe Stunde zusätzlich einzuplanen.

Neueste Entwicklungen, aktualisiert am Dienstag, 16 Uhr

Aus der Spur. Aus bisher unerfindlichen Gründen lösten sich in der Nacht auf Montag am Bahnhof Wiener Neustadt Güterwaggons. War anfangs von zwei, später von "mehreren" Wagen die Rede, steht nun fest, dass es 21 Waggons waren, zwei davon entgleisten – rollend lösten sie ein Chaos im Bahnverkehr aus. Stromlos. Aufgrund eines beschädigten Oberleitungsmastes musste der Bahnhof stromlos geschaltet werden.

Die Folge waren zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen. Die entgleisten Wagen konnten noch am Montagabend von der Unfallstelle entfernt werden. Bald schon waren wieder neun von zehn Gleisen in Betrieb. Die Sperre auf der Strecke der Aspangbahn zwischen Wiener Neustadt und Lanzenkirchen konnte zuletzt am Dienstag um 15.00 Uhr wieder aufgehoben werden. Evaluierungen.

Im Zuge der Erhebungen zur Ursache wird auch geprüft, ob beim Abstellen und Sichern alle Vorgaben eingehalten wurden. Wohl keine Sabotage. Der Güterwagenverband soll laut "Kurier" mit zehn Hemmschuhen gesichert gewesen sein, weshalb es sich wohl nicht um Sabotage handeln dürfte.

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