Nachwuchssorgen

Lehrlings-Krise in Niederösterreich

Dominic Grandl-Egger (li.) ist einer von derzeit neun Lehrlingen im Malerbetrieb von Malermeister David Marker (re.)
© ORF.at/Carina Kainz
Immer weniger Lehrbetriebe, immer weniger Lehrlinge: In Niederösterreich rutscht die Lehre auf ein historisches Tief, obwohl die Jobchancen glänzen.
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Nur noch rund 4.100 Betriebe bilden in Niederösterreich Lehrlinge aus. 1980 waren es 12.847. Auch der Nachwuchs schrumpft: Aktuell zählt das Land 15.939 Lehrlinge, damals lernten mehr als 31.000 einen Beruf.

Dabei winken Top-Aussichten. „Die Jobchancen sind jetzt besonders gut”, betont AMS-Landeschefin Sandra Kern. In den nächsten fünf bis zehn Jahren gehen viele Fachkräfte in Pension.

Streit um Verantwortung

AK-NÖ-Präsident Markus Wieser nimmt die Wirtschaft in die Pflicht: Wer Fachkräfte will, „muss diese auch selbst ausbilden”. WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker verweist auf die schwache Konjunktur und Lücken beim Schulwissen und fordert eine praxistauglichere Lehre.

Wie es geht, zeigt Malermeister David Marker in Pottenstein (Bezirk Baden): Er bildet neun Lehrlinge aus. „Das ist wie in einer Familie”, sagt er. Kern setzt zusätzlich auf die Lehre nach der Matura.

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