Immer mehr Fälle
Halloween: Mädchen (10) biss in Schokolade mit Nadel
Der Schock nach Halloween sitzt tief. Gleich in drei Bundesländern wurden manipulierte Süßigkeiten von arglosen Kindern gefunden. Fälle wurden aus Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark gemeldet. Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den angezeigten Fällen gibt es bisher nicht. Es wird intensiv ermittelt.
Eine Zehnjährige aus dem Bezirk Amstetten soll sogar durch einen Biss in eine Minischokolade, in der eine Nadel versteckt war, leicht im Mund verletzt worden sein, so Polizeisprecher Johann Baumschlager am Dienstag.
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Polizei warnt: Vor Verzehr kontrollieren
In Niederösterreich sei bisher ein Fall bekannt, sagte Baumschlager. Ermittlungen waren im Laufen und werden durch das Bundeskriminalamt (BK) koordiniert.
"Die Polizei nimmt diese Vorfälle sehr ernst", hieß es in der Stellungnahme des BK. Es sei insbesondere darauf zu achten, "ob Verpackungen beschädigt oder manipuliert wurden und ob sich Fremdkörper, insbesondere metallische Gegenstände, in den Süßigkeiten befinden". Es erging der Aufruf, keine gesammelten Süßigkeiten ohne vorherige Kontrolle zu essen. Bei Verdachtsfällen sollte sofort die Polizei verständigt werden.
Süßigkeiten wurden offenbar händisch präpariert
Auch in Linz haben Unbekannte Halloween-Süßigkeiten mit Nägeln präpariert. Ein 28-jähriger Vater hat die ein Zentimeter langen Metallgegenstände in Schokoriegeln und Kaubonbons, die seine Kinder gesammelt hatten, noch rechtzeitig gefunden.
Teils wurden die Nägel laut Polizei offenbar von außen hineingedrückt und waren gut sichtbar, teils waren sie in den Süßigkeiten versenkt und nicht zu erkennen.
Die Polizei geht davon aus, dass die Naschereien händisch präpariert wurden. Die Exekutive warnte vorsorglich vor dem Verzehr von Halloween-Süßigkeiten, die im Stadtteil Linz-Oed gesammelt wurden.
Im Bezirk Vöcklabruck erstattete eine Mutter Anzeige, nachdem sie eine dickere Nadel in einem Kaubonbon und in einem Schokoriegel entdeckt hat, die ihre elfjährige Tochter am Freitagabend in Vöcklamarkt gesammelt hatte. Das Mädchen biss laut Polizei in eine der Süßigkeiten, wurde dabei aber zum Glück nicht verletzt.
Vier Fälle in der Steiermark
In der Steiermark waren vier Fälle in den Bezirken Weiz und Leibnitz bekannt, verletzt wurde dort niemand. Um welche metallischen Gegenstände es sich handelt, gab die Polizei nicht bekannt. Dem "Kurier" zufolge könnte es sich unter anderem um eine Büroklammer handeln.
Eine Mutter aus Leibnitz hatte aufgrund der aktuellen Lage die Süßigkeiten ihrer Tochter mit einem Magneten untersucht und wurde tatsächlich fündig.
"Entdeckt haben wir es aufgrund dessen, dass wir eben die Zuckerl mit dem Magneten langsam abgefahren sind und die ganzen Süßigkeiten, die wir bekommen haben. Und da hat eben der Magnet dann von außen leicht angeschlagen. Und dann haben wir es noch mal ganz genau kontrolliert und dann haben wir es eben entdeckt", schilderte sie dem ORF Steiermark.
Auch in Deutschland gab es mehrere Fälle von manipulierten Halloween-Süßigkeiten. Teilweise wurden Kinder im Mund verletzt.
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