Wer keinen festen Wohnsitz hat, kann bei Minusgraden kaum noch im Freien bleiben. Jede eisige Nacht auf der Straße ist ein Kampf ums Überleben. Ein flächendeckendes Kältetelefon wie in Wien gibt es in Niederösterreich nicht, doch es gibt Hilfe.
Die Anlaufstellen im Land sind über mehrere Städte verteilt. Wir zeigen, wo Betroffene Wärme, eine warme Mahlzeit und ein Bett finden.
St. Pölten: Betten und Wärme
In St. Pölten betreibt der Verein Emmaus niederschwellige Notschlafstellen. Es gibt insgesamt drei Schlafstellen, getrennt für Frauen, Männer und Jugendliche. Dazu kommen Tageszentren, in die Menschen tagsüber ohne Anmeldung kommen können.
Eine weitere Anlaufstelle ist die Wärmestube im Saal der Begegnung. Sie soll von 6. November bis 26. März jeden Freitag ein "Ort der Begegnung" sein und bietet ein kostenloses, warmes Essen.
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Rannersdorf und Wiener Neustadt
Auch die Caritas betreibt in Rannersdorf im Bezirk Bruck an der Leitha eine Wärmestube. Dort erwartet Betroffene "ein Platz zum Ausruhen, Essen, Trinken und ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte". Der nächste Termin ist am 2. November, ab Dezember soll es ein verstärktes Angebot geben.
In Wiener Neustadt kümmert sich der Verein für soziale Betreuung um die Hilfsangebote. Auch dort gibt es Notschlafstellen für Frauen und Männer.
Wien: Kältetelefon startet
Die Caritas startet heute, Mittwoch, 28. Oktober, in Wien mit dem Kältetelefon. Es ist unter 01/480 4553 rund um die Uhr erreichbar. Im vergangenen Winter wählten laut Caritas-Direktor Klaus Schwertner mehr als 15.500 Menschen die Nummer. 490 akut Obdachlose kamen so in ein Notquartier.
Wichtig ist, obdachlose Menschen zuerst immer zu fragen, ob sie Hilfe wollen. Ist eine Person nicht mehr ansprechbar, muss jedenfalls die Rettung gerufen werden. Halten wir auch im Winter zusammen!
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